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Der Saugroboter im Smart Home

Saugroboter sind eine wirklich tolle und praktische Sache. Sie fahren bei entsprechender Ausstattung automatisch zur „Arbeit“ und sorgen so ohne menschliches Dazutun für Sauberkeit auf dem Boden. Der klassische Staubsauger kann im Schrank bleiben und die Zeit für das Saugen gespart werden.

Soweit ist es heute bereits problemlos möglich und Realität. Aber da geht sicherlich noch mehr. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie ein Saugroboter perfekt in das Smart Home eingebunden werden kann. Das ist zum Teil noch eine etwas futuristische Herangehensweise. Allerdings nicht unbedingt, weil es technisch noch nicht möglich wäre. Sondern eher, weil der Markt im Bereich Smart Home sehr zersplittert ist. Es gibt viele Systeme und Hersteller, die leider nicht immer so reibungslos zusammenarbeiten, wie wir uns das wünschen würden.

Das perfekte Smart Home


Idealtypisch wäre aus unserer Sicht der folgende Ablauf: Der Staubsauger Roboter ist programmiert darauf, dass er sich immer dann an die Arbeit macht, wenn alle Bewohner das Haus verlassen haben, um z. B. zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule zu gehen. Dann stört er niemanden, denn ganz leise sind die meisten Geräte ja nicht.

Ist es in einem Haushalt nicht der Fall, dass alle zeitgleich das Haus verlassen, weil z. B. zuhause gearbeitet wird oder eine Person zuhause bleibt und auf die Kinder aufpasst, dann sollte sich der Saugroboter natürlich bestmöglich an die Gegebenheiten anpassen. Das bedeutet, dass er sich dann an die Arbeit macht, wenn sich keiner in dem jeweiligen Zimmer aufhält. Das ist technisch durchaus zu regeln, z. B. über Bewegungsmelder. Sobald jemand das Zimmer oder auch die Etage, in dem der Robo gerade aktiv ist, betritt, stoppt er mit seiner Arbeit und verweilt entweder an Ort und Stelle oder fährt zurück zur Basis, um seine Arbeit später wieder fortzusetzen. So ist sichergestellt, dass der Sauger nicht stört.

Dieses Szenario lässt sich durchaus auch erweitern bzw. anders gestalten. Soll der Saugroboter auf individuellen Wunsch nicht stoppen, wenn jemand das Zimmer oder die Etage betritt, gibt es dennoch Situationen, in denen er stören könnte. Dies ist z. B. beim Klingeln des Telefons der Fall. Da wäre es doch praktisch, wenn der gerade herumsaugende und damit nicht gerade leise agierende Saugroboter den Vorgang aussetzt, wenn das Telefon klingelt und die anwesende Person in Ruhe telefonieren möchte. Gleiches könnte man auch auf andere Aktionen münzen, z. B. das Einschalten des Fernsehers oder von Musik. Auch dann wäre es von Vorteil, wenn der im gleichen Zimmer oder der gleichen Etage arbeitende Staubsauger Roboter die „Klappe hält“ und seine Arbeit einstellt, solange er stört. Anschließend setzt er seine Arbeit fort – und zwar natürlich genau an der Stelle, wo er sie zuvor beendet hat.

Und was geht schon heute?


Einiges des von uns oben aufgezeigten Idealszenarios ist heute schon problemlos möglich – die entsprechende Ausstattung und Technik im Smart Home vorausgesetzt. Bei vielem hakt es dann aber doch noch, weil die Saugroboter oft einfach noch nicht gut genug ins Smart Home integrierbar sind. Sie arbeiten in den seltensten Fällen mit Smart Home Zentralen zusammen, was Voraussetzung für eine ganzheitliche Vernetzung des Hauses wäre.

Was heute bereits alle einigermaßen gut ausgestatteten Saugroboter können, ist die automatische Programmierung. Es ist also möglich, ihn zu bestimmten Zeiten fahren zu lassen. Idealerweise ist dies dann auch noch für jeden Wochentag einzeln festlegbar, damit der Roboter nicht am Sonntagmorgen zum unfreiwilligen Wecker im Schlafzimmer wird. Ebenfalls bei den meisten Modellen Standard ist die Steuerung per App. Das ist praktischer als die Programmierung direkt am Gerät, das ja in der Regel irgendwo in einer Ecke auf dem Boden herumsteht. Zudem kann der Saugroboter so auch unplanmäßig einfacher an die Arbeit geschickt werden, indem einfach von überall aus der Startbefehl per App auf dem Smartphone oder Tablet gegeben wird.

Einige Modelle sind heute auch schon mit Sprachassistenten wie Alexa von Amazon oder dem Google Assistant kompatibel. In diesem Fall können sie dann einfach per Sprachbefehl zur Arbeit geschickt werden. „Alexa, sauge das Wohnzimmer“ wäre ein Beispiel hierfür. Diese noch recht neue Technik der Steuerung von technischen Geräten hält gerade immer mehr Einzug in den deutschen Haushalten, vor allem eben dank Amazon und Google. Allerdings ist sie noch ein Stück weit von einer Alltäglichkeit, da es doch für viele noch ungewohnt ist, Geräte per Sprache zu steuern. In einigen Jahren wird dies aber wohl Standard sein.

Nicht Standard, aber in immer mehr Saugrobotern verbaut und in der einen oder anderen Situation durchaus eine praktische Sache, ist eine integrierte Kamera. Dann lässt sich die Welt aus der Sicht des Roboters sehen. Das mag nach technischer Spielerei klingen. Es kann aber auch so seinen Zweck haben, z. B. als Überwachungskamera im Smart Home. So lässt sich mit dem Saugroboter z. B. auf einer kompletten Etage nach dem Rechten schauen, indem er per App von überall aus durch die Gegend manövriert wird. So kann man im Urlaub schauen, ob zuhause alles ok ist, oder bei der Arbeit, ob das Haustier zuhause auch brav ist.

Was gut ausgestattete und mit intelligenten Sensoren und virtuellen Karten bestückte Geräte heute ebenfalls schon können, ist das Saugen einer kompletten Etage, also von mehreren Zimmern. Voraussetzung ist hierbei immer, dass keine geschlossenen Türen oder einzelne Stufen im Weg sind. Was Saugroboter hingegen vermutlich nie können werden, ist das Überwinden von Treppen. Somit können sie immer nur auf einer Etage eingesetzt werden, solange man sie nicht von einem zum anderen Stockwerk trägt – das wäre allerdings wenig smart. Daher benötigt das perfekte Smart Home für jedes Stockwerk einen Saugroboter. Das macht die Sache natürlich nicht gerade günstiger. Und ist Pech für alle, die in einem Reihenhaus mit in der Regel drei Stockwerken leben. Aber das perfekte Smart Home einzurichten ist ohnehin keine günstige und leider auch noch nicht zu 100 Prozent eine real mögliche Sache…

August 29, 2018

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