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Medion MD 18500 Testbericht

Produktbewertung

Saugleistung

Ausstattung & Lautstärke

Design & Größe

Bedienung, Handhabung und Gerätereinigung

Preis / Leistung

Gesamt
bewertung

Immer mehr Firmen bringen Staubsauger Roboter auf den Markt. Hierbei handelt es sich nicht nur um innovative Start-Ups, die sich auf die Entwicklung und Herstellung dieser (mehr oder weniger) intelligenten Haushaltshelfer spezialisiert haben. Auch bekannte Marken wie eben auch die bekannte Marke Medion, der Techniklieferant der Discounter-Kette Aldi, hat mit dem MD 18500 einen Saugroboter im Angebot. Und der ist, vollkommen Medion-typisch, auch noch verdammt günstig. Ob er dennoch etwas taugt, klären wir in unserem Medion MD 18500 Test.

MEDION MD 18500 kompakt


Sie möchten kurz und knapp die größten Stärken und Schwächen des MD 18500 aus dem Hause Medion erfahren? Kein Problem…:

Vorteile:

  • günstiger Preis
  • solide Saugleistung auf glatten Böden
  • programmierbar und mit Fernbedienung
  • geringe Höhe von nur 8 cm
  • umfangreicher Lieferumfang

Nachteile

  • Schwächen bei Teppichreinigung
  • „dumme“ Navigation
  • keine Steuerung per App

Lieferumfang:

  • Medion Staubsauger Roboter MD 18500
  • Fernbedienung
  • Ladestation
  • Lichtschranke (Virtuelle Wand)
  • 1 Filter und 1 Ersatzfilter
  • 2 Seitenbürsten und 2 Ersatzseitenbürsten
  • 1 Reinigungsbürste
  • 2x AA Batterien für die Fernbedienung
  • 2x AAA Batterien für die virtuelle Wand

Saugleistung


Beginnen wir zum Einstig in unseren Testbericht mit dem wichtigsten: der Saugleistung. Diese würde ich mal mit einem „durchschnittlich“ beurteilen. Bei glatten Böden saugt der Medion Saugroboter mit der Typenbezeichnung MD 18500 schon solide losen Schmutz und Staub auf. Auch bei kurzflorigen Teppichen klappt es noch einigermaßen, letztendlich aber nicht wirklich gut. Hier wird dem Gerät ein Nachteil bei der Konstruktion zum Verhängnis, sodass er bei der Saugleistung nicht wirklich mit den richtig guten Geräten mithalten kann. Das kann man bei dieser Preisklasse und einem 20 Watt Saugmotor mit 1300 rpm aber auch nicht unbedingt erwarten. Der aufgesaugte Staub wird dann in einem mit 300 ml recht kleinen Staubbehälter gesammelt.

Ausstattung und Lautstärke


Abstriche müssen Sie aufgrund des geringen Preises auf jeden Fall bei der Ausstattung des Gerätes machen. Beginnen wir bei den Bürsten. Unter dem Gerät befinden sich zwei davon, die jeweils vorne links und rechts verbaut sind und sich gegenläufig drehen. Sie fegen den Schmutz unter das Gerät, wo dann die Saugöffnung diesen (hoffentlich) aufsaugt. Das klappt (wie gesagt) auf glattem Boden ganz ok. Was uns aber gefehlt hat und was auch die eher mauen Ergebnisse bei Teppichböden erklärt, ist eine rotierende Hauptbürste vor der Saugöffnung. Sie ist es nämlich in der Regel, die den Dreck aus den Borsten eines Teppichs herauskehrt.

Weitere Abstriche müssen bei der Navigation gemacht werden. Diese erfolgt nicht mit System und geordnet, sondern nach dem Chaosprinzip. Fährt er gegen ein Hindernis oder bekommt eines mit seinen diversen Sensoren (inklusive Treppensensor, der Stürze vermeidet) mit, dreht er ein und fährt in eine andere Richtung weiter. Das hat zur Folge, dass die Reinigungszeit ansteigt, da es eben länger dauert, bis er per Zufallsprinzip einen gesamten Raum (Multiroom wird per se nicht unterstützt) mehr oder weniger komplett abgefahren hat. Dank dem 14,4V Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 2.500 mAh schafft er es aber immerhin auf eine Laufzeit von bis zu 90 Minuten. Den Weg zurück zur Basis hat er einigermaßen gut gefunden – auch ohne intelligente Navigation. Bei der Arbeit ist er mit 65 dB durchschnittlich laut – wir haben schon leisere, aber auch lautere Geräte in den Händen und auf unseren Fußböden gehabt.

Keinen Grund zur Kritik gibt es beim Lieferumfang. Neben dem Saugroboter selbst sind auch die Ladestation, vier Bürsten (zwei als Ersatz), zwei Filter (einer als Ersatz), eine Fernbedienung sowie eine Lichtschranke samt der erforderlichen Batterien (zweimal AA und zweimal AAA) und eine Reinigungsbürste im Karton enthalten. Hier gibt es wenig zu kritisieren. Mit der bereits erwähnten Lichtschranke können Sie bestimmte Bereiche sperren, sodass der MD 18500 diese nicht in Angriff nimmt. Komfortabler wäre dies aber natürlich per App. Dazu aber weiter unten mehr. Drei Modi stehen zur Wahl. Modus 1 heißt “Automatisch” und ermöglicht die hindernisabhängige Standardreinigung. In Modus 2 “Punktuelle Reinigung” wird der Roboter zur gezielten Reinigung einer Fläche um den Startpunkt herum eingesetzt – praktisch z. B. unter dem Esstisch, um alle Krümel aufzusaugen. Und der Modus 3 namens “Reinigung entlang der Wand” lässt den Staubsauger Roboter entlang von Wänden oder Hindernissen herum fahren.

Design und die Größe


Bei einem Staubsauger Roboter sind vor allem die Höhe und der Durchmesser entscheidend. Denn diese Abmessungen entscheiden, wie gut das Gerät in Ecken und kleine Zwischenräume sowie unter Sofas, Möbel und Co kommt. Der MD 18500 ist hier sogar etwas besser als das Mittelmaß. Der Durchmesser liegt bei 30 cm, womit er ein bis zwei Zentimeter kleiner ist als viele andere, dann meist aber auch besser ausgestattete Modelle in unserem Staubsauger Roboter Test. Bei der Höhe misst er mit 8 cm ebenfalls nicht zu viel, was im Test ausreichend gering war, um unter unser Sofa und alle anderen auf Beinen stehenden Möbelstücke drunter zu passen. Beim Gewicht von „nur“ 1,9 kg macht sich dann wieder bemerkbar, dass nicht allzu viel Technik im Gerät verbaut ist.

Bedienung, Handhabung und Reinigung


Das Gute gleich vorweg: der Saugroboter MD 18500 von Medion kann programmiert und aus der Ferne gesteuert werden – allerdings nicht per App, wie die meisten nun vermutlich erwarten, sondern über die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Mit ihr können Sie das Gerät manuell zur Arbeit schicken, die drei Modi einschalten sowie auch die Programmierung für die automatische Reinigung zu bestimmten Tageszeiten einstellen. Wirklich smart ist das nicht. Es reicht aber für eine automatische Nutzung, solange Sie Ihren Saugrobo nicht in Ihr Smart Home integrieren und mit anderen Geräten und Co vernetzen wollen.

Die Reinigung des Gerätes betrifft vor allem den Staubbehälter sowie die Bürsten unter dem Gerät. Erstgenannter ist mit ca. 0,3 l Volumen nicht sehr groß – das hatten wir bereits erwähnt. Zudem geht er auch recht schwer aus dem Gerät heraus. Man denkt immer, da muss doch irgendwo ein Knopf sein, um ihn zu befreien. Das Geheimnis ist aber einfach nur kräftig ziehen – ideal ist das nicht gelöst. Die Bürsten an der Unterseite sind relativ einfach zu reinigen, da das Gerät nur zwei Seitenbürsten und keine „Hauptbürste“ vor der Saugdüse hat. Von daher können sich um diese auch keine Haare wickeln, die dann mühselig wieder entfernt werden müssen. Was dies für einen Einfluss auf die Saugwirkung hat, haben wir ja bereits weiter oben geklärt.

Das Fazit


Der Medion MD 18500 ist vor allem ein günstiger Saugroboter. Mit einem UVP von nur 199,99 Euro und einem aktuellen Amazon Preis von rund 150 Euro kostet er im Verhältnis zu anderen Modellen, selbst den günstigen, verhältnismäßig wenig. Für den Preis bietet er eine solide Leistung. Die Navigation ist, was bei dem Preis auch nicht zu erwarten ist, sonderlich intelligent. Die Saugkraft ist ok und reicht vor allem für glatte Böden wie Laminat und Co. Bei Teppich ist der MD 18500 dann aber doch schnell an seinen Grenzen angelangt.

Von daher ist er eine Empfehlung für alle Haushalte mit überwiegend glatten Bodenbelägen, die zudem für einen neuen elektronischen Haushaltshelfer für die Bodenreinigung nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Alle, die etwas höhere Ansprüche in Sachen Navigation, smarter Eigenschaften und Co haben, sollten hingegen zu einem höherwertigem, damit aber auch deutlich teureren Modell wie dem Neato Robotics Botvac D7 Connected greifen.

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