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Neato Robotics Botvac D7 Connected Testbericht 2018

Produktbewertung

Saugleistung

Ausstattung & Lautstärke

Design & Größe

Bedienung, Handhabung und Gerätereinigung

Preis / Leistung

Gesamt
bewertung

In der heutigen Zeit werden immer mehr Zuhause smart. Smart Home ist das Zauberwort. Zu diesem Themenbereich gehört auf jeden Fall auch der Staubsauger Roboter – vor allem dann, wenn dieser so „smart“ und „connected“ ist wie der Neato Robotics Botvac D7 Connected. Was das Gerät sonst noch so auf dem Kasten hat, außer „smart“ zu sein, verrät Ihnen unser Neato Botvac D7 Connected Test.

Neato Robotics Botvac D7 Connected kompakt


Sie wollen sich schnell über diesen Robosauger in unserem Vergleich informieren, ohne den ganzen Test zu lesen? Kein Problem:

Vorteile:

  • sehr gute Saugleistung
  • intelligente Navigation
  • systematische Reinigung
  • tolle App mit virtueller Karte und Virtual Walls
  • kompatibel mit Alexa, Google Home und IFTTT

Nachteile

  • hoher, aber gerechtfertigter Preis
  • mit 10 cm relativ hoch (schlecht für Reinigung unter Möbeln)

Lieferumfang:

  • Neato Botvac D701
  • integrierte Ladestation
  • Netzkabel
  • Reinigungswerkzeug
  • Begrenzungsmarker
  • Anleitung

Saugleistung


Wir haben den Neato D7 über einen längeren Zeitraum in unserem Zuhause eingesetzt. Denn wo kann man die besten Erfahrungen mit einem Gerät wie diesem sammeln und es am besten bewerten? Genau, in der Umgebung, in der es später auch zum Einsatz kommen soll. Um das Gerät auch wirklich testen zu können, haben wir bewusst zuvor eine Woche mal die Zimmer, die der Neato reinigen sollte, nicht gesaugt. Und dann haben wir ihn an die Arbeit geschickt. Was soll ich sagen: Ich war ziemlich überrascht, wie viel Dreck er gesammelt hat. Auf der einen Seite ist es erschreckend zu sehen, wie viel Schmutz in so kurzer Zeit entsteht. Auf der anderen Seite war ich positiv überrascht, wie viel Schmutz der D7 wirklich aufsammelt. Andere Kandidaten in unserem Staubsauger Roboter Test, die zugegebenermaßen meist günstiger waren, haben keine vergleichbaren Ergebnisse geschafft. Einzig der gute iRobot Roomba 960 lag hier auf einem ähnlichen Niveau.

Besonders beeindruckt war ich, dass der Neato D7 (bzw. D710, wie er auch heißt) selbst einen Hochflor-Teppich recht gut sauber bekommen hat. Bei diesem haben sich bereits viele andere Testkandidaten vergeblich abgemüht, zum Teil sogar komplett festgefahren. Stattdessen hat sich der D7 diesem in aller Ruhe gewidmet und ihn mehrmals abgefahren. Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend und wäre auch mit einem Handstaubsauger kaum besser ausgefallen. Insgesamt kann ich dem Botvac D7 Connected also nur eine sehr gute Note für die Saugleistung aussprechen. Diese hat mehrere Gründe, auf die ich im folgenden Abschnitt bei der Ausstattung besonders eingehen werde.

Ausstattung und Lautstärke


Einer der Gründe für die sehr gute Saugleistung ist die besonders breite und speziell geformte Bürste unter dem Gerät, die rotiert und so den Schmutz vom Boden löst. Zudem hat der Neato auf der rechten Seite noch eine kleine Seitenbürste, die ebenfalls rotiert und Schmutz von Ecken und Kanten, die er dank seiner speziellen D-Form besonders gründlich und gut reinigt, in Richtung Saugöffnung fegt.

Im Gerät sind allerhand Sensoren verbaut, die die Umgebung scannen und dann für eine intelligente Navigation sorgen. Hierbei fällt auf, dass er sich nicht nur systematisch durch den Raum bewegt, sondern Hindernisse auch sehr zuverlässig erkennt. Es kommt kaum – und wenn ja, dann nur zu leichten – Remplern mit Hindernissen. Selbst verzwickte Situationen wie enge Gassen oder viele herumstehende Hindernisse meistert er spielend einfach. Das hat mich wirklich beeindruckt, genauso wie die Navigation von einem Raum zum anderen.

Die Lautstärke ist vollkommen im Rahmen. Das Gerät hat zwei Saugmodi, einen etwas leiseren sowie einen etwas lauteren Turbo-Modus. Gemessen habe ich ungefähr 70 Dezibel beim Turbo-Modus. Das ist nicht gerade leise, aber ein klassischer Staubsauger ist in der Regel noch lauter. Zudem können Sie den D7 von Neato auch bedenkenlos in eurem Zuhause herumfahren lassen, wenn Sie nicht zuhause sind. Denn er geht, wie bereits geschildert, sehr behutsam mit Ihren herumstehenden Sachen um und navigiert zudem intelligent. Somit dürfte die Lautstärke nicht so entscheidend sein, zumal sie wie gesagt vollkommen im Rahmen und auf Niveau anderer Testkandidaten ist.

Design und die Größe


Der D7 macht auf jeden Fall einen hochwertigen Eindruck. Er ist sehr wertig verarbeitet und gefällt mir persönlich optisch gut. Ihn muss man auch im Wohnzimmer nicht unbedingt verstecken, sondern kann ihn auf der Ladestation in einer Ecke herumstehen lassen. Auffällig ist die relativ ungewöhnliche, aber für Neato klassische D-Form. Das ist besonders bei der Reinigung von Ecken und Kanten praktisch. Die Breite des D7 liegt bei 33,6 cm, die Länge bei 31.9 cm. Damit ist er kein ganz kleines Gerät, aber irgendwo muss die ganze Technik und Ausstattung ja auch untergebracht sein.

Ein etwas größeres Manko in dieser Hinsicht ist der runde Buckel auf der Geräteoberseite. Ich denke, dass da Sensoren drin verbaut sind. Dank diesem erreicht der D7 eine Höhe von 10 cm. Dies macht ihn relativ hoch, was gerade für das Saugen unter Sofas und Co von Nachteil ist. Aber genau dort sammelt sich meist sehr viel Dreck, sodass dies eigentlich Gebiete sind, die ein Staubsauger Roboter unbedingt erreichen sollte. Schade!

Bedienung, Handhabung und Reinigung


Sehr positiv ist mir meinem Praxistest mit dem D7 von Neato die App aufgefallen. Diese sieht nicht nur sehr hochwertig aus, sondern leitet Sie auch problemlos und gut erklärt (auf Deutsch) durch die Einrichtung des Gerätes. Das hat bei mir ohne Probleme funktioniert. Auch bei Neato ist die übliche Registrierung notwendig.

Danach können Sie über die App direkt den ersten Reinigungsvorgang starten. Bei diesem sorgt das Teil aber nicht nur für Sauberkeit in den eigenen vier Wänden, sondern legt auch eine virtuelle Karte von allen erreichbaren Räumen an. Denn der D7 ist ein Multiroom Sauger, kann also auch mehrere Räume am Stück reinigen. Über die Karte können Sie dann auch noch Virtual Walls festlegen, also Bereiche sperren, die der Sauger nicht abfahren soll. Dies kann z. B. die Spielecke der Kinder sein, damit keine kleinen und auf dem Boden herumliegenden Lego-Steine im Bauch des Robos verschwinden. Den 2 m langen Hindernismarker, der ebenfalls zum Lieferumfang gehört, benötigen Sie also gar nicht unbedingt. Es ist aber praktisch für kurzfristige Absperrungen.

Natürlich bietet die App noch viele weitere Möglichkeiten. Unter anderem lassen sich Zeiten programmieren, wann der Sauger seiner Arbeit nachgehen soll, sowie verschiedene Einstellungen ändern und kontrollieren. Und es gibt einen Statistikbereich, wo Sie die vergangenen Saugvorgänge einsehen – inklusive Quadratmeterzahl und Dauer.

Insgesamt macht die App von Neato, die es für iOS und Android gibt und auch für die Steuerung anderer Staubsauger Roboter des Herstellers, zum Einsatz kommt, auf mich einen sehr guten Eindruck. Sie passt perfekt zu diesem hochwertigen Modell und sticht die vielen „Billig-Apps“ von Herstellern aus Fernost problemlos aus. Eine Fernbedienung gehört nicht zum Lieferumfang, ist aber auch nicht notwendig bei so einem vernetzten Modell. Alternativ Sie können ihn auch über Amazon Alexa oder Google Home per Sprache steuern sowie per IFTTT befehligen.

Jetzt habe ich aber genug Worte zur App verloren. Stattdessen will ich mich nun noch der Reinigung widmen – und zwar des Gerätes selbst. Etwas negativ ist mir aufgefallen, dass sich viele Haare um die Bürsten wickeln. Dies ist aber nicht dem Gerät selbst nur anzukreiden, sondern ist ein klassisches Problem bei Staubsaugern mit rotierenden Bürsten. Als praktisch hat sich hier das Reinigungswerkzeug erwiesen, das der Hersteller beigelegt hat und das wie eine Art Kamm sowie ein kleines Messer fungiert. Das Leeren des Staubbehälters ist vollkommen unproblematisch, da dieser einfach nur von oben aus dem Gerät gezogen und dann über dem Mülleimer ausgeschüttet wird. Dann noch den alle 6 Monate zu tauschenden Ultra-Leistungsfilter etwas säubern und fertig ist die Reinigung des Neato D7 Connected.

Unser Fazit vom Neato Robotics Botvac D7 Connected Test


Die unverbindliche Preisempfehlung für den Neato Robotics Botvac D7 Connected liegt laut Hersteller bei 899 Euro. Das ist zugegebenermaßen schon ein ziemlicher Batzen Geld und macht diesen zu einem der teuersten Modelle in unserem Staubsauger Test. Dafür handelt es sich aber auch um einen wirklich intelligent agierenden Staubsauger Roboter, der zudem auch noch viele smarte Features bietet. Seine Reinigungsleistung ist beachtlich, seine Ausstattung und Funktionen sind es auch. Von daher ist er zwar teuer, aber sein Geld auch absolut wert. Er bietet eine deutliche Arbeitserleichterung und spart damit Zeit.

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