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Wischroboter: das feuchte Pendant zum Saugroboter

Saugroboter sind eine wirklich praktische Erfindung, um Teppichböden und andere Bodenbeläge zu reinigen. Die Staubsauger Roboter nehmen losen Dreck wie Staub und Co vom Boden auf und sammeln ihn dann in ihrem Staubbehälter. Dieser muss regelmäßig geleert werden, damit der Saugroboter auf seine nächste Runde für mehr Sauberkeit im Haus gehen kann.

Neben den Staubsauger Robotern gibt es noch eine weitere praktische „Gattung“ unter den Reinigungsrobotern: die Wischroboter. Sie sorgen auf Böden, die normalerweise feucht gewischt werden, für Sauberkeit. Statt dies mühsam mit der Hand zu machen, lassen Sie auch hier einfach die Arbeit von einem automatischen Helfer erledigen – genauso wie es sich beim regelmäßigen Staubsaugen und eben einem Saugroboter verhält.

Was können Wischroboter?

Wischroboter sind dafür da, um Böden feucht durchzuwischen. Ideal sind sie für Fliesen und andere Hartböden wie Vinylböden, die auch sonst feucht durchgewischt werden. Für Echtholzböden wie Parkett sind sie hingegen nicht so geeignet, da sich der Bodenbelag in der Regel nicht so gut mit der Feuchtigkeit verträgt.

Je nach Gerätetyp – wir stellen Ihnen die verschiedenen Varianten weiter unten genauer vor – wird der Boden feucht gewischt bzw. teilweise fast schon geschruppt, wenn der Wischroboter entsprechende Fahrmanöver ausführt (wie z. B. der iRobot Braava 390t). Allerdings schaffen Wischroboter in der Regel es eher nur, oberflächlichen und losen Dreck wie Fußspuren und Co von glattem Boden wie eben Fliesen aufzunehmen. Wirklich festsitzenden Dreck wie die vor einigen Tagen auf den Boden getropfte und mittlerweile festgetrockneten Speisereste sind für die meisten Wischroboter dann doch eine eher schwierig bis gar nicht zu meisternde Aufgabe.

Die verschiedenen Gerätetypen

Unterschieden wird zwischen verschiedenen Vorgehensweisen. Einige Wischroboter haben eben nur einen Lappen, der meist über einen Wassertank befeuchtet wird, und wischen dann diesen beim Bewegen bzw. Fahren durch den Raum über den Boden. Die Alternative sind Wischroboter, die auch eine Saugfunktion aufweisen. Diese wischen in der Regel zunächst mit einem feuchten Tuch, danach saugen Sie die Feuchtigkeit und den verbliebenen Schmutz auf. Zum Abschluss kommt dann meist noch eine Abziehleiste zum Einsatz, die die letzte Feuchtigkeit vom Boden beseitigt. Hierdurch ist der Boden nach der Arbeit durch den Wischroboter nicht nur sauber, sondern auch wieder weitestgehend trocken. Dies ist bei den nur feucht wischenden Modellen nicht der Fall. Da sie aber, einen guten Wischroboter vorausgesetzt, auch nur nebelfeucht wischen sollten, trocknet auch hier die Feuchtigkeit auf dem Boden recht schnell wieder weg. Dennoch müssen Sie die erste Zeit aufpassen, dass Sie gerade auf nassen Fliesen und Co nicht ausrutschen.

Ein Beispiel für einen auch saugenden Wischroboter mit Lamelle ist der Medion Wischroboter MD 18379. Ein beispielhaftes Modell für einen reinen Wischroboter, der die Feuchtigkeit nicht vom Boden aufsaugt, sind der iRobot Braava 390t oder der iRobot Braava jet 240.

Reine Wischroboter

Reine Wischroboter können nur wischen – auf eine der beiden oben beschriebenen Arten. Sie sind nicht dazu da, um den Boden auch richtig abzusaugen, so wie es eben ein Saugroboter tut. Viele Modelle können sowohl feucht wischen als auch trocken wischen, sodass sie in diesem Fall sogar für Holzböden geeignet sind, um diese abzuwischen. Der Staub und Dreck bleibt dann zum Teil im Lappen hängen.

Viele Wischroboter verwenden als Mob ein Tuch, das wiederverwendbar ist und z. B. in der Waschmaschine gereinigt werden kann. Einige Hersteller wie iRobot verkaufen aber auch Einwegtücher, die nach dem Wischvorgang entsorgt werden müssen. Dies ist zwar wenig umweltfreundlich und schonend für den Geldbeutel, hat aber einen entscheidenden Vorteil: In den Einwegtüchern ist in diesem Fall ein Putzmittel eingearbeitet, dass beim Kontakt mit Wasser wirkt. Verwenden Sie hingegen ein waschbares Mehrwegtuch, kommt kein Putzmittel zum Einsatz. Denn in den Tank darf bei vielen Modellen eben kein Reinigungsmittel, da sonst die Technik verkleben oder sich Leitungen zusetzen könnten. Dies gilt es beim Kauf sowie der Anwendung bzw. Füllung der Geräte mit Wasser unbedingt zu beachten bzw. zu bedenken.

Kombinierte Saug- und Wischroboter

Die Alternative zum reinen Wischroboter sind die kombinierten Saug- und Wischroboter, so wie es z. B. der ILIFE V5s Pro. Dieser bietet einen herausnehmbaren Staubbehälter, der durch einen Wassertank ersetzt werden kann. Dank diesem kann das Gerät dann mit einem darunter sitzenden Mob den Boden auch feucht wischt. Allerdings machen diese kombinierten Geräte ihre Arbeit in Sachen Wischen meist nicht sonderlich gut, da diese Funktion eben nur eine Zugabe zur eigentlichen Aufgabe eines Saugroboters darstellt. Richtige Wischroboter leisten hier meist eine bessere Arbeit. Zumal bei einem kombinierten Saug- und Wischroboter händische Arbeit notwendig ist, um das Gerät auf den jeweiligen Modus umzurüsten. Zudem laufen viele Saugroboter im Wischmodus aus, wenn sie nach ihrer Arbeit länger an der Ladestation stehen und der Wassertank nicht gleich entleert bzw. entfernt wird. Das ist natürlich auch nicht so schön…

Weitere Unterschiede zu Saugrobotern

Abgesehen von der Tatsache, dass Wischroboter eben keine Staubsauger Roboter sind, gibt es auch sonst noch einige Unterschiede, die bei den meisten Modellen im Vergleich auffallen. Denn viele Wischroboter schaffen es zwar sich in Räumen mehr oder weniger intelligent bzw. effizient zu bewegen und so für eine einigermaßen bis gute Flächenabdeckung zu sorgen. In Sachen Ausstattung und Funktionalität hinken viele Modelle den meist deutlich besseren und smarteren Saugrobotern hinterher.

Beispiele hierfür ist die Steuerung und Programmierung per App. Währen dies heute bei Saugrobotern fast Standard ist, gehört es bei Wischrobotern nicht zum klassischen Ausstattungsprogramm der meisten Modelle. Zudem agieren sie auch sonst nicht so intelligent. So können viele Wischroboter leider nach getaner Arbeit bzw. bei leeren Akkustand automatisch zur Ladestation zurückkehren und sich neue Energie abholen. Stattdessen bleiben sie an Ort und Stelle nach getaner Arbeit stehen oder fahren zumindest zum Ausgangspunkt zurück – aber ohne Andocken auf der Ladestation. Diese gehört bei einigen Modellen auch noch nicht einmal zum Lieferumfang. So hat der iRobot Braava jet 240 z. B. einen entnehmbaren Akku, der per Hand in ein Ladegerät in der Steckdose gesteckt und dann geladen werden muss. Von autonomen und wirklich cleveren Arbeiten kann also bei vielen Modellen noch nicht wirklich die Rede sein.

Allerdings müssen wir den Wischrobotern auch eines zugutehalten. Ihr Wassertank muss ohnehin regelmäßig mit frischem Wasser befüllt werden. Somit müssen Sie ohnehin Hand anlegen. Dann können Sie den Roboter notfalls auch noch schnell per Knopfdruck an die Arbeit schicken, statt ihn per Zeitprogrammierung von alleine regelmäßig für Sauberkeit zu sorgen – so wie es die Saugroboter eben zuhauf können.

April 15, 2019

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